Immobilien-Lexikon

Effektivzins Eigenheimzulage Eigenkapital Energieausweis Ertragswert Erbbaurecht

Effektivzins

 

Um Kreditangebote mit gleicher Zinsbindung zu vergleichen, stellt der Effektivzins den besten Maßstab dar. Der Effektivzins gibt die tatsächlich entstandenen Kosten eines Kredits an. Er gibt genaue Auskunft über die bevorstehenden Kosten, da er nicht nur den Nominalzins, sondern auch Bearbeitungsgebühren, ein Disagio, die Art der Zins- und Tilgungsverrechnung sowie eventuelle Vermittlungsprovisionen berücksichtig. Da andererseits die Banken aber nach der Preisgabenverordnung nicht alle Kreditkosten in den Effektivzins einrechnen müssen, sollte man sich von diesem nicht allzu viel versprechen. In vielen Fällen fallen Zusatzkosten wie Schätzgebühren, Kontoführungsgebühren, Bereitstellungszinsen und Teilauszahlungszuschläge an. Diese sind wichtige Kostenbestandteile, die dann zwar im Effektivzins nicht enthalten sind, gleichzeitig aber einen erheblichen Einfluss auf die Gesamtbelastung aus einem Kredit haben können.

Effektivzins


Eigenheimzulage

 

Um alle Vorteile der Eigenheimzulage ausschöpfen zu können, sollten die Bezahlung des Kaufpreises und die Ummeldung auf die neue Adresse im selben Jahr erfolgen. Wenn eine Wohnung also im Jahre 2001 gekauft und bezahlt wird, die Ummeldung aber erst im Jahre 2001 erfolgt, so wie die Eigenheimzulage für das Jahr 2001 nicht gezahlt. Seit dem 1. Januar 2006 wird die Eigeneheimzulage nicht mehr neu gewährt, d.h., dass das Jahr 2001 dann tatsächlich verloren ist. Die Zahlung der Eigenheimzulage erfolgt über 8 Jahre.

Eigenheimzulage


Eigenkapital

 

Für die Finanzierung einer Immobilie sollte so viel Eigenkapital wie möglich eingesetzt werden. Es ist jedoch auch von besonderer Bedeutung, dass man für unvorhergesehene Ausgaben auf eine Reserve zurückgreifen kann. Diese sollte über 3 bis 6 Nettomonatsgehälter verfügen.

Eigenkapital


Energieausweis

Der Energieausweis ist ein Zertifikat, welches die Energieeffizienz eines Gebäudes ausweist. Er enthält neben Adresse, Baujahr des Gebäudes sowie Anzahl der Wohnung als wichtigste Information einen Energiekennwert in Kilowattstunden pro Quadratmeter mit entsprechenden Erläuterungen. Der Energieausweis dient zur energetischen Vergleichbarkeit von Gebäuden.

Was ist das Ziel eines Energieausweises?
In erster Linie ist das Ziel eine Markttransparenz für den Energieverbrauch im Gebäudebereich zu erzielen und macht den Energiebedarf für jeden sichtbar. Die Energieeffizienzklasse soll ein Gütesiegel für Wohnungen und Gebäude sein.

Wann benötige ich einen Energieausweis?
Für bestehende Gebäude muss bei Verkauf, Neuvermietung oder Verpachtung dem Interessenten auf Verlangen ein Energieausweis zugänglich gemacht werden. Bei der Errichtung, Änderung oder Erweiterung von Gebäuden ist ein Energieausweis auszustellen.

Welche Arten von Energieausweisen gibt es?
Prinzipiell lässt sich der Energieausweis in zwei Arten unterteilen. Der Bedarfsausweis spiegelt den theoretischen Energiebedarf auf Basis der Kenngrößen des Hauses wieder. Wie ist das Außenmauerwerk aufgebaut? Welche Heizungstechnik wurde verbaut? Wie ist das Dämmverhalten der Fenster? In der Regel ist diese Art des Energieausweises objektiver, allerdings auch aufwändiger und damit teurer.
Der Verbrauchsausweis spiegelt die tatsächlich verbrauchte Energiemenge wieder und wird auf Basis der Heizkostenabrechnungen der letzten Jahre in Relation zur Gebäudenutzfläche erstellt. Da das Heizverhalten bei den Nutzern zum Teil stark abweicht, können hieraus nur bedingt Aussagen über den Energiestand der Immobilie getroffen werden.

Seit wann ist ein Energieausweis Pflicht?

  • Seit 1. Juli 2008 für Wohngebäude der Fertigstellungsjahre bis 1965
  • Seit 1.Januar 2009 für Wohngebäude, die seit 1965 errichtet wurden
  • Seit 1. Juli 2009 für Nichtwohngebäude

Wer stellt einen Energieausweis aus?
Ausstellungsberechtigt sind diplomierte Architekten, Ingenieure, Bauingenieure sowie Gebäudetechniker mit Hochschulabschluss. Unter bestimmten Voraussetzungen auch Handwerker, Handwerksmeister und Techniker aus dem Bauwesen.

Wie lange ist der Energieausweis gültig?
Der Energieausweis hat in der Regel eine Gültigkeit von 10 Jahren ab Ausstellungsdatum.

Energieausweis

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Ertragswert

 

Der Wert, der sich aufgrund der Rentabilität einer Liegenschaft errechnen lässt, ist der Ertragswert. Kehrseite: Sachwert.

Ertragswert


Erbbaurecht

 

Das Erbbaurecht ist das zeitlich befristete und dinglich gesicherte Recht, an einem Grundstück – auf oder unter der Oberfläche – ein Bauwerk zu errichten. Es kennzeichnet sich durch Belastbarkeit, Veräußerlichkeit und Vererbbarkeit. Der Erbbauzins ist das Entgelt für die Gewährung des Erbbaurechts.

Erbbaurecht


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